DIN 912 ISO 4762 Zylinderkopfschraube mit Innensechskant
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Definition und Normung
Die Zylinderschraube mit Innensechskant nach ISO 4762 (ehemals DIN 912) gehört zu den wichtigsten Verbindungselementen im Maschinenbau. Umgangssprachlich ist sie fast ausschließlich als „Inbusschraube“ bekannt. Im Vergleich zur klassischen Sechskantschraube verlagert sie den Werkzeugangriff von außen in das Innere des Kopfes. Obwohl die deutsche Norm DIN 912 offiziell durch die internationale ISO 4762 ersetzt wurde, sind beide Varianten geometrisch nahezu identisch und in der Praxis voll austauschbar. Die Norm regelt metrische Regelgewinde – entweder als Vollgewinde oder als Teilgewinde mit Schaft. (Für Feingewinde gilt die ISO 12474).
Konstruktive Vorteile
- Hervorragende Kraftübertragung: Der tiefe Innensechskant verhindert das Abrutschen des Werkzeugs (Inbusschlüssel oder Bit) und erlaubt sehr hohe Anzugsmomente.
- Maximale Platzersparnis: Da das Werkzeug von oben statt von der Seite angesetzt wird, sind extrem geringe Abstände zwischen den Schrauben und zu Gehäusewänden möglich.
- Flächenbündige Versenkung: Mittels einer zylindrischen Senkung nach DIN 974-1 lässt sich der Kopf komplett im Bauteil versenken. Dies sorgt für glatte Oberflächen, minimiert das Verletzungsrisiko und optimiert Optik sowie Aerodynamik.
Haupteinsatzgebiete
Aufgrund ihrer Vibrationsfestigkeit und Belastbarkeit wird die ISO 4762 meist in den hochfesten Stahl-Güten 8.8, 10.9 oder 12.9 in folgenden Bereichen eingesetzt:
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Maschinen- und Werkzeugbau: Fixierung hochbelasteter Bauteile auf engstem Raum, etwa in Getrieben oder CNC-Maschinen.
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Fahrzeug- und Motorenbau: Montage von Zylinderköpfen, Gehäusedeckeln und innenliegenden Aggregaten.
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Elektronik- und Medizintechnik: Einsatz als Miniaturschraube (z. B. M2 oder M3) für präzise Gehäuseverbindungen.
Bild
Downloads:
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Als 3D-Modell in verschiedenen CAD-Formaten:
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